Resident Evil 5

Resident Evil 5 - Wertungen, Meinungen und Reviews der Spieler

  12.03.2009

Hallo erstmal

So dann möchte ich den Schofseckeln (auf Deutsch Lämmererzeugungsapparat) die die Demo negativ bewertet haben mal sagen kauft euch ein Tamagochi verkricht euch in eine Ecke und jammert über die Grafik. Das Spiel ist ja sowas von oberaffengeil. Habs gestern um 16.00 Uhr bekommen und in der Nacht um zwei überlegt ob ich nicht in der Firma anrufen soll um Urlaub zu nehmen. Total fesselnd und die totale Grafikbombe. Bin zur Arbeit und die Kollegen die es auch bekommen haben waren genauso begeistert.

Also kaufen kaufen kaufen

  12.03.2009

Ansichtssache

Ich hatte das große Glück und bin bereits am Dienstag an die deutsche Vollversion von Resident Evil 5 gekommen, also drei Tage vor VÖ. Natürlich habe ich diese drei Tage (und natürlich Nächte) ausgiebig genutzt, diesen potentiellen Hit probe zu spielen und muß ehrlich sagen, das es dieser Titel nicht jedem leicht machen wird. Das liegt nicht an dem Schwierigkeitsgrad. Hier sollte jeder, wie früher auch schon, seine passende Einstellung finden.
Nein:
Es ist das Spiel selber, welches irgendwie nicht das ist, was man sich von einer Episode dieser Serie erwartet.
Resident Evil 5 veranstaltet einen wahrhaftigen Moonwalk, macht einerseits ein paar Schritte vorwärts andererseit parallel dazu ein paar Schritte rückwärts.
Grafisch, und das war ja auch irgendwie nicht anders zu erwarten, liegen zwischen dem letzten Teil und diesem ganze Welten. Alles wird einem detailiert und unglaublich realistisch präsentiert. Man hat dabei zu Anfang fast immer das Gefühl, sich in einem Call of Duty 4 Sequel zu befinden, wenn man unter Afrikas brennender Mittagssonne durch verlassene Häusergassen streift und sich den Weg durch ganze Zombiehorden kämpft, tatkräftig von seiner attraktiven Begleitung unterstützt. Hier kommt auch wirkliche Panik auf, zumal man am Anfang kaum Munition zur Verfügung hat. Richtig gruselig ist das aber nicht mehr. Die Zombies sind autauschbar geworden und ebensogut hätte man sie auch durch eine Horde schwerbefaffneter Soldaten ersetzen können.
Resident Evil 5 ist zu einem Shooter mutiert, und leider zu einem von vielen. Es ist linear geworden, bietet auch im späteren Spielverlauf kaum Rätsel. Auch wird einem das Suchen nach nützlichen Items durch den weiblichen Partner erleichtert, weil dieser sofort sämtliche Räume danach absucht.
Unverzeihlich ist, das es keine Schockeffekte gibt. Überall sind Mauern, Ecken, hängen Tücher von Leinen und kaum etwas von diesen Umständen wird genutzt, um dem Spieler vor Schreck die Nackenhaare hochstehen zu lassen. Hier, und das wird jeder Spieler recht schnell bestätigen können, wurde Potential ohne Ende verschenkt. Stattdessen verkommt das Spiel ab der zweiten Halbzeit immer mehr zu einer reinen Actionorgie.
Positiv zu beurteilen ist allerdings, das unsere Partnerin nicht nervt oder im Weg steht oder versehentlich die Sicht aufs Ziel blockiert. Auch ist sie immer sofort zur Stelle, wenn es mal eng wird (bis zu einem gewissen Grad, und nicht so ausufernd wie die Dame in Prince of Persia).
Resident Evil 5 unterhält wirklich auf höchtem Niveau, bietet grandiose Zwischensequenzen. Nur leider ist es nichts besonderes mehr. Es gibt ein hervorragendes Dead Space, welches in die gleiche Kerbe schlägt, es gibt diverse Ego Shooter, an denen man sich hier scheinbar zu orientieren versucht, und mich würde auch nicht wundern, wenn das sechste Spiel der Serie aus der Egoperspektive zu erleben ist.
Resident Evil 5 geht neue Wege, was die Reihe selbst betrifft. Im direkten Vergleich mit anderen 3rd Person Shootern, wirkt es, bis auf die Grafik, etwas altbacken.
Wer wissen will, was wirklich in seiner PS3 steckt ist sicherlich gut bedient. Wer auf unkomplizierte, straight inszenierte Action ohne große Verschnaufpausen steht, wird auch glücklich werden. Wer mit Veränderungen, oder nennen wir es mal Anpassung an den Puls der Zeit, leben kann, macht sicher nichts falsch. Aber wer Resident Evil so liebt, wie es vor Auftauchen der Next Gen Konsolen war, wird sich schon fragen, was sich Capcom mit diesem Teil gedacht hat (wenn die Mitarbeiter dort denn überhaupt noch aus freien Stücken Denken durften).

Resident Evil als Resident Evil bewertet:

Grafik 10 von 10
Sound 10 von 10
Spaß 5 von 10

Resident Evil als Shooter bewertet:

Grafik 10 von 10
Sound 10 von 10
Spaß 8 von 10

Für beides gilt ein

Gruselfaktor 2 von 10. Somit ist es immerhin das erste RE, das sich bei Tag genauso gut wie bei Nacht spielen läßt.

  12.03.2009

würdige geniale Fortsetzung

Hallo Zockergemeinde,

ich bin seit heute bereits stolzer Besitzer des Spiels und habe momentan ca. 4 Stunden auf der Uhr, aber diese reichen völlig aus um bereits jetzt ein kleines Review zu schreiben.

Ich fange mit dem positiven an, die Grafik und der Sound sind schlichtweg genial und absolute Referenz.
Die Atmossphäre ist absolut authentisch und fesselnd. Auch wenn das Spiel im Gegensatz zu dem Klassiker Resident Evil bei Tageslicht spielt hat es nichts von seinem Charme verloren. Das alte Herrenhaus ist genauso Geschichte wie schlurfende Zombies. Diese neuen Gegner haben es in sich, schneller und stärker fordern sie höchste Konzentration von dem Spieler und natürlich Geschick. Im ersten Kapitel gerät man schon ziemlich unter Stress wenn man im Haus eingesperrt ist und sich die Mutanten nähern, spätestens wenn zur Flucht ansetzt und der Henker mit seiner Riesenaxt hinter uns herjagt ist der Puls auf 200 und das Herz beginnt wie wild zu schlagen....verdammt wo ist hier der Ausweg, nichts wie rauf aufs Dach von hier aus heizen Sheeva und ich dem Maskenmann mal gehörig ein. Ein paar Kugeln Schrot und obendrauf noch 2 Granaten.....wenn er endlich in die Knie sackt verpasse ich ihm den Gnadenstoss....

Resident Evil hat nichts mehr mit dem UR-Spiel zu tun. Es ist vielmehr eine Fortsetzung von Teil 4 dem meiner Meinung nach besten Teil der Reihe (bis jetzt). Die Macher setzen hier offensichtlich auf weniger Grusel und auf mehr Action was im übrigen nicht schlimm ist, denn wenn mir nach Grusel ist, kann ich immernoch den guten alten Teil 1 in die Playstation legen. Wenn man ein ähnliches Spiel wie Teil 1 oder 2 gemacht hätten sich ja auch einige beschwert wieso denen nix neues einfällt, also Nörgler gibt es immer wieder aber zu unrecht, denn die schlechten Rezensionen hat das Spiel nicht verdient. Nach ca. 10 min Einarbeitungszeit gehen alle Aktionen leicht von der Hand und ich betone an dieser Stelle noch einmal dass es bei RE noch nie möglich war während dem laufen zu schiessen also erspart euch eure besserwisserischen Kommentare.
Was mir nicht so gut gefällt ist dass das ganze Spiel im KOOP Modus aufgebaut ist, das habe ich damals schon bei Resident Evil Zero gehasst immer dieses auf seinen Partner aufpassen Spielchen. Doch so wie es momentan aussieht verhält sich Sheeva nicht ganz so dumm wie meine Partnerin in Teil 0 oder Ashley in Teil 4.
Naja ich hätte lieber das Spiel mit einer Figur gespielt aber gut das ist eben Geschmackssache.

Alles in allem lässt sich sagen, dass obwohl Resident Evil den Schauplatz und die Lichtverhältnisse gewechselt hat es immer noch über eine bedrohliche und sehr intensive Atmo verfügt. Für Hardcorefans des ersten Teils nur bedingt zu empfehlen aber für alle Fans von Teil 4 und alle anderen Resi Fans ein absolutes MUST HAVE!

  12.03.2009

Super Fortsetzung mit minimalen Macken

Ersteinmal möchte ich sagen, dass es wirklich lächerlich ist, dass man hier so scharf drauf ist, eine Rezension zu verfassen und es dann tut, obwohl man nur die Demo kennt oder 3 Stunden vom Import gespielt hat. Das hilft wirklich niemanden. Mir ist auch die Lust vergangen jetzt auch was anständiges zu schreiben, also schließe ich mich diesmal fast bedingungslos den sinnfreien Rednern hier an....

KURZREZENSION
- Toller Nachfolger von Teil 4. Hat aber auch sehr,sehr viele Elemente behalten und erinnert stark an den Teil
- Storyline ist super, man fühlt sich oft wie im Film
- CooP-Modus macht super Spaß, egal ob offline oder online. Aber AUFPASSEN!!! Wer das Spiel erstmal alleine durchspielen will, sollte vom online zocken erstmal die Finger lassen, da man nur einen Spielstand hat und das Spiel bei der Option "Spiel fortsetzen" immer in dem Level/Kapitel startet, das man zuletzt gespielt hat, egal ob man offline spiel oder online oder ob man selbst hostet oder mitspielt. Etwas dumm gelöst...
- Wen bei RE 4 die vielen Shooter Elemente gestört haben, der sollte erstmal lieber nur die Demo testen.
- Das Spiel ist zwar etwas kurzweilig (habe ca. 12-14 Stunden gebraucht), hat aber einen riesigen Wiederspielwert, da man sehr scharf drauf ist, alle Waffen zu besitzen und aufzurüsten und damit nochmal los zu wüten.

Meiner Meinung nach, ist es das beste PS3 Spiel bis jetzt, ich kann den Kauf also bedingungslos empfehlen. Ich hoffe ich konnte helfen.

  12.03.2009

Digitalisierter Größenwahn

(basierend auf der Importversion)

Resident Evil, die selbsternante Mutter des Survival-Horror gehrt zurück und präsentiert sich in astreiner NextGen-Optik. Zugegeben mag in Sachen Sound und Optik alles irgendwie stimmen, aber wie schon im Vorgänger, Resident Evil 4, handelt es sich hier nicht mehr um ein Resident Evil im eigentlichen Sinne und das Spiel bestätigt leider nur zu oft den Spruch "Grafik ist nunmal nicht alles". Dazu aber später mehr.

Die Geschichte spielt, wie schon in so einigen Teilen, nicht länger in den USA in Raccoon City, sondern hat nun ihren Hauptkern in Afrika gefunden und zwar in dem kleinen, fiktiven Landstrich mit Namen Kijuju. Nach dem Ende der Umbrella Corp, die Veteranen ja ein Begriff sein durfte, haben sich die Vorkommnisse gehäuft in denen der Terror mit Biowaffen um sich schlägt. Genau hier kommt unser Held in`s Spiel: Chris Redfiled - ebenfalls ein alter Bekannter der dieser Sache nachgehen soll. Dezent verändert und mit Oberarmen die fast doppelt so groß wie sein Kopf sind, aber wieso soll die Zeit spurlos an digitalen Helden vorbeiziehen, nicht wahr?
Im Verlauf des Spiels werden jedenfalls die ganzen Auswüchse dieser neuen Terror-Vorkommnisse erst klar und bald gesellen sich immer mehr bekannte Figuren hinzu die die Geschichte aller Resident Evils zusammenlaufen lassen zu einem, wie ich finde, finalen Akt der endgültig die Serie zu Grabe trägt. Kurzum soll es heißen: Nach diesem Spiel kann man die bisherigen Vorkommnisse abschließen und alles was jetzt noch kommt muss nicht mehr sein.

Ein Hauptelement des Plots ist zudem die Wichtigkeit einer funktionierenden Partnerschaft was in diversen Klischees auch gezeigt wird. Ähnlich dem Prinzip "guter Zwilling, böser Zwilling" gibt es hier Paare die auf der guten und auf der weniger guten Seite stehen. Man muss hier wirklich kein Genie sein um sich auszurechnen wer davon die saftige Rechnung am Ende zu zahlen hat und wer am Ende serientypisch in den Sonnenuntergang fliegen (oder fahren) darf. Nun, wie man sieht ist die Story ist trotz Hollywood-Musik und -Optik freilich wieder kein Blockbuster und auch so einige Gespräche im Spiel unterstreichen den "billigen" Charakter eines B-Movies, doch dies war schon immer in der Serie so. Es werden also in diesem Fall so ziemlich alle alten Elemente bedient. Damit enden aber auch schon die Ähnlichkeiten mit bisherigen Titeln, denn wie schon erwähnt handelt es sich wie bei Resident Evil 4 eher um ein Action-Spiel oder einen 3rd Persion Shooter. Hier liegt auch der Hauptkritikpunkt den ich habe, natürlich neben einigen anderen persönlichen Punkten die ich später noch kurz erwähnen will.

Backtracking wenn ein Item vergessen wurde und Rätsel gibt es eigentlich wieder nicht, denn alles wird in schönen Häppchen präsentiert und ist so verteilt dass der liniare Weg mehr oder minder daran vorbeiführt. Hauptaugenmerk liegt schlicht und ergreifend wirklich darin die Horden an Gegner zu bekämpfen und mit der, im Vergleich zu Resident Evil 4, wenigen Munition so gezielt wie möglich umzugehen. Dennoch gibt es weitaus mehr Munition als sonst und ich persönlich finde dass die noch recht ordentlich bemessen ist. Panik wegen Munitionsmangel kommt nicht so oft auf wie einige Personen meinen, aber das mag von Spieler zu Spieler variieren. Der "feuer deine Waffe nur wenn es nicht mehr geht"-Faktor, also das "Überleben" der ersten Teile ist hier demnach wieder nicht anzutreffen - schade.

Gemixt wird diese "Shooterorgie" mit einigen Quicktime-Events, in denen es so schnell wie möglich eine eingeblendete Tastenkombination oder so oft wie möglich eine bestimmte Taste zu drücken. Generell nichts dagegen, doch manchmal ist man eher dazu hingerissen die Zwischensequenzen zu sehen als darauf zu achten ob man im Bruchteil einer Sekunde in diesen noch etwas machen muss.

Neu im Gameplay ist das Gegenstandsmenü, bei dessen Aufruf sich das Spielgeschehen munter weitertummelt und der Coop-Modus, welcher eigentlich permanent zur Verfügung steht, sei es nun via NPC-gesteuertem Freund oder einem aus Fleisch und Blut über Internet oder einen zweiten Controller mit Splitscreen (beides bisher nicht getestet). Ein Merchenaries-Modus darf übrigens ebenfalls nicht fehlen und soweit Capcom bestätigt hat ist dieser auch in der PAL-Version enthalten. Neu angekündigt ist für den letzteren Multiplayer-Part übrigens ein VS-Modus, den man via Download bekommen kann. In diesem kann man dann gegeneinander antreten und den besten der Besten ausmachen. Mein Fall sind diese Bonusmodi allerdings nicht. Selbst die erspielbaren Kostüme, Gashapon-Figuren und optischen Filter für das Hauptspiel sind eher ernüchternd in meinen Augen.

Passend zu dem Coop-Feature und dem "Partner-Storystrang" darf natürlich eine helfende Hand im Spiel nicht fehlen und damit noch mehr Neuerung eingebaut wird erschaffen wir mal eben einen weiblichen Sidekick mit Namen "Sheva Alomar". Ähnlich wie in Resident Evil Zero geht es also fast die gesamte Zeit zusammen auf Tour und wenn eine der beiden Hauptfiguren stirbt ist das Spiel beendet. Gänzlich neu gestaltet sich dieser Modus also nicht. Die KI des zweiten Spielers lässt übrigens sehr zu wünschen übrig. Muntion wird kopflos verbraucht, Heilgegenstände ebenfalls. Bei einigen Situationen wird dumm im Weg gestanden, und die Sprachsamples sind, wie leider bei so einigen Charakteren im Spiel, nicht gerade üppig. Eine "OKAY" oder "ROGER"-Orgie jagt hier also die nächste und führt schnell zum Nervfaktor.

Das schon angesprochene Menü hingegen verlangt doch etwas Taktik, denn wenn man sich seine Heilkräuter im Menü zusammensucht kann es sein das unbemerkt ein Gegner angeschlichen kommt und schneller agieren kann - soll heißen: Game Over eher man das heilende Grünzeug zu sich genommen hat. Ebenfalls neu am Menü ist die Tatsache dass es aus nur 9 Feldern (jede Figur hat ein Menü, also 18 zusammen) besteht. Egal was man nun in dieses Menü aufnimmt, es wird nur ein Platz verbraucht und nicht etwa zwei oder gar drei wenn eine Waffe mal größer ist, wie zum Beispiel ein Raketenwerfer. Dies vereinfacht die Sache jedoch nicht, denn sind diese Plätze im Menü voll und will man etwas neues aufnehmen muss man gnadenlos einen Gegenstand unwiderruflich löschen! Auch hier etwas das geschickte Planung voraussetzt.

Waffen können wieder in einem Shop, der je am Anfang, bzw. Ende eines Kapitels und über den Neustart an einem Checkpoint zu erreichen ist, aufgestuft werden um so mehr Munition oder Schlagkraft zu besitzen. Die Steuerung selbst ist gut gelöst und orientiert sich ebenfalls wieder am vierten Hauptteil. Das Zielen lässt sich je nach belieben auf schneller oder langsamer einstellen, hier sollte also für jeden etwas dabei sein. Fraglich jedoch eine Sache: Wenn alles jetzt eher auf Schnelligkeit und Action ausgelegt ist, wieso kann man dann nicht gleichzeitig laufen und schießen? Ja, richtig gehört, die Protagonisten bleiben beim Angriff noch immer stehen, aber selbst damit kann man sich arangieren.
Dies trifft aber auch auf einige Gegner zu. Diese kommen wutentbrannt angerannt nur um dann vor dem Spieler langsamer zu werden ehe sie angreifen, manch ein Gegner steht auch nur dumm herum und schaut Löcher in die Luft.

Der Sound und die Optik sind wie schon anfangs erwähnt unglaublich gut und zeigen wie ein NexGen-Spiel aussehen kann. Sind wir aber so fair und werfen Capcom aber mal einen gewissen Hang zum Größenwahn vor, welcher gerade bei Bossfights gut zur Geltung kommt. Nur weil eine Konsole es kann muss doch nicht fast jeder Boss eine gigantische Tentakelansammlung sein, oder? Man bräuchte hier oft 10 Fernseher um das gesamte "Getier" anzuzeigen, aber irgendwann hat man sich an diesen sich immer ähnelnden Vierchern sattgesehen. Selbiges trifft auch auf die Locations zu. Größer, klarer, weiter... Allerdings egal wohin man kommt, es wirkt sehr vertraut. Ein Schiff, ein Dörfchen, ein "Sumpfland"... Ja das sieht alles wie Resident Evil 4 aus, nur eben größer. Man ist auch unheimlich weggeblasen wenn man die pompösen Auswüchse einiger Dinge im Spiel sieht, aber letztendlich stellt sich zumindets bei mir doch rehct schnell gähnende Leere ein, denn fast jedes Kapitel ist es irgendwie immer gleich.

Ansonsten verbringt man auch sehr viel Zeit in weiteren Déjà-vus. Die Animationen, die Gegner, ja sogar Kisten und Fässer in denen Gegenstände vorhanden sind sehen irgendwie aus als würden sie wirklich nur 1:1 aus Resident Evil 4 stammen. Überhaupt hält das Spiel sich nicht mit Déjà-vu-Erlebnissen zurück, was doch auch etwas negativ daherkommen kann. Ein wirklich negatives Erlebnis bleibt uns jedenfalls erspart und sollte nicht unter den Teppich gekehrt werden: Schreibmaschinen.

Ja, sie sind weg und JA ich vermisse sie. Zugegeben war das angestaubte Speichersystem immer etwas nervig, aber selbst jetzt kann man nur an bestimmten Punkten speichern und zwar auch eher nur automatisch. Man kann nicht einfach zurückgehen und einen Erfolg speichern, nein, man muss bis zu einem Kapitelende oder zu einem Rücksetzpunkt warten bis gespeichert wird. Finde ich persönlich auch etwas schlecht, aber das scheiden sich die Geister.

Wie zum Eingang schon erwähnt: Das Spiel stellt mehr oder weniger ein Ende der Serie dar und für mich ist es das garantiert auch. Es ist zwar nett zu sehen wie alles Vernüpft wurde und wie man selbst zu Resident Evil Zero Bezug aufbaut, allerdings ist das nur in Textform über die "Library" im Hauptmenü wirklich gut zu erfahren. Im Spiel selbst passier mehr oder weniger null und am Ende habe zumindest ich mich gefragt "das war`s?". Zugegeben, das Spiel sieht sehr gut aus und die Musik ist auch klasse, aber die Story? Nein CAPCOM, gerade zum Ende hin hätte ich etwas bombastisches erwartet, etwas dass der Optik und dem Sound ebenbürtig ist. Was abgeliefert wurde ist in meinen Augen ein Witz und ungenügend. Dieses Ende hatten wir in fast jedem Resident Evil bisher und das kann wirklich nicht sein. So absurd wie die meisten Stellen im Spiel auch sind kann ich mir sogar denken dass wir eine weitere Auferstehung diverser Figuren mitmachen müssen, was ich aber nach diesem Finale wirklich nicht hoffe, denn dieser Schritt würde das die ohnehin schon hanebüchenen Elemente dieses Ablegers in Sachen "überdreht dümmlich" schier nochmal toppen.

Für mich steht fest: Resident Evil ist einfach nicht mehr das was es wahr und wird es wohl so auch nicht mehr werden, selbst wenn diverse neue Spin-Offs noch immer in die alte Zeit der Serie abtauchen. Zu erfahren wie die Story weitergeht war für mich grob gesagt der einzige Anreiz das Spiel zu kaufen und nach dem Abspann bin ich froh darüber zu wissen dass ich diese Serie nun getrost zu Grabe tragen kann. Action- und Shooterfans werden an dem neuen Resident Evil ohne Frage ihren Spaß haben, aber ich für meinen Teil kann es nicht so ganz. Das Spiel ist damit nicht als schlecht anzusehen, aber der Horror und die düstere Athmo, die alleine durch Stille die durch Wind oder Donner durchbrochen wird, fehlen seit Teil 4 und damit ein nicht gänzlich unwichtiges Element der Serie. Wer ebenso denkt sollte sich aber zumindest überlegen das Spiel wenigstens einmal auszuleihen, selbst wenn es nur ist um einmal zu sehen was aktuell auf den Konsolen möglich ist.

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Details zum Spiel

Hersteller:
Capcom
Entwickler:
Capcom
Genre:
Action Adventure
Release:
13.3.2009
Plattformen:
PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox 360, Xbox One, Windows
Spieler:
1 bis 2
Multiplayer:
Ja
USK:
Keine Jugend-
freigabe gemäß § 14 JuSchG

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