SOS: The Final Escape

SOS: The Final Escape - Wertungen, Meinungen und Reviews der Spieler

  13.12.2002

Gut geschüttelt !

Freunde anspruchsvollerer Adventures wurden in letzter Zeit ja nicht gerade mit neuen Titeln verwöhnt; zu häufig beläuft sich das "Adventure"-Element bei Spielen heutzutage auf Schlüsselsuche und Hebelgedrücke. Ein Silberstreif am Horizont erschien jetzt mit "SOS: The Final Escape".

Während der Fahrt zu seinem neuen Arbeitsplatz, einer namhaften Zeitung in einer L.A.-ähnlichen Metropole, wird die Stadt von einem gewaltigen Erdbeben getroffen und der Zug des Hauptdarstellers entgleist. Als er wieder zu sich kommt ist alles um ihn herum verwüstet und keine Menschenseele ist zu sehen. Er klettert aus dem Wrack der Bahn und kann nur noch einen Rettungshubschrauber davonfliegen sehen. Auf sich allein gestellt beginnt er seinen langen Marsch ins Zentrum der Stadt, wo er hofft Hilfe zu finden. Doch da ist mehr, als das Beben...Nachrichten aus Radios und andere Hinweise erwecken den Eindruck, dass alles schon über einen Tag her ist. Endlich trifft er auf andere, doch deren Verhalten ist teilweise eigenartig...

Grafisch erinnert das Spiel etwas an "GTA III", bricht mit Sicherheit keine Rekorde, bleibt aber immer annehmbar und übersichtlich. Wenn man zwischen Autowracks und Trümmern durch die Strassenschluchten wandert kommt rasch eine tolle Atmosphäre auf, die von guten Umgebungsgeräuschen verstärkt wird. Musik wird kaum verwendet, wodurch der Realismus stärker gefördert wird. Die Steuerung ist flüssig und relativ schnell erlernt, ein Tastendruck schwenkt die Kamera zügig hinter die Spielfigur, eine weitere Taste lässt einen die Umgebung aus der Ich-Perspektive unter die Lupe nehmen. Einzig beim Nachjustieren während Balance-Akten zittert die Figur manchmal irritierend - das macht es wirklich zu gefährlichen Gradwanderungen, lässt sich aber beheben, indem man die Kamera direkt hinter einen bringt und die Pfeiltasten verwendet. Fängt es an zu beben sollte man sich rasch in eine Hockposition begeben - die Übersicht zu behalten ist dabei auch wichtig, denn die Umgebung kann schnell zur tödlichen Gefahr werden. Positiv sind hier zu bemerken, dass es reichlich Speichermöglichkeiten gibt und kleine bis mittlere Verletzungen gut heilen.
Auffällig sind das übersichtliche und logische Invenvar - man kann Items auch kombinieren, um neue Dinge zu erhalten, gute Karten, die selbständig mit Notizen markiert werden, und eine Art "Sozialanzeige", die einen über die Beziehungen zu den getroffenen Personen auf dem laufenden hält.

"SOS: The Final Escape" bringt endlich mal wieder etwas Leben in ein fast vergessenes Genre und zeigt, dass auch ohne ständigen Zeitdruck und Waffengewalt gute und spannende Unterhaltung möglich ist. Ein Spiel, das sich jeder mal ansehen sollte, denn es hat die Qualität die Spielrubrik "Adventure" wieder wachzurütteln!

  02.12.2002

Ueberraschung !

Der Rezensionstitel ist nicht uebertrieben.
Es ist in der Tat eine Ueberraschung, dass man heute noch mal ein annaehrend waschechtes Adventure in den Haenden halten darf.

Grafik: Ein wenig verwaschen kommt sie schon daher, aber irgendwie passt es eben auch zur Stimmung.
Die schlimme Steuerung, welche so haeufig angesprochen wird, ist alles andere als schlecht. Hier und da mal eine etwas hakelige
Stelle, aber sowas uebersieht man. Nicht nur wegen Mangel an Alternativen auf diesem Gebiet.

Sound: Der Sound ist zweckmaessig, aber stimmungsvoll.
Kein nerviges Gedudel, was irgendwann (wenn nicht gleich am Anfang) das ganze Spiel kaputtmachen wuerde.
Knarrende Balken, oder krachende Stahltraeger gesellen sich zu einer beklemmenden, aber leisen Hintergrundmusik.

Gameplay: Zur Story muss ich nicht viel schreiben, da es sich um eine absolut innovative Idee handelt, und Sie/Ihr sowieso schon alles darueber gelesen oder gehoert haben/habt.
Trotzdem bleibt noch ein kleines Stueck uebrig, das hier erwaehnung finden muss.
Es gibt endlich wieder ein klassisches Inventar, und man kann auch wieder Gegenstaende manipulieren.
Also kurz gesagt, ist das ewige Schalter umlegen und Schluessel finden in diesem Game zwar auch zu finden, aber der Grossteil an Raetseln ist kniffeliger.
Die "Puzzels" sind allesamt logischer Natur und niemals unfair.
Gespeichert werden darf an Wasserhaehnen, die auch gleichzeitig als lebenserhaltende Quelle fungieren.
Auch hier bleibt das Game fair, denn es sind ausreichend von diesen im Spiel zu finden.

Faszit: Wer auch nur ein wenig auf Adventurekost steht, kommt
an diesem Teil nicht vorbei. Es ist wirklich gut. Versprochen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen/Euch mit dieser Rezension helfen konnte.

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Details zum Spiel

Hersteller:
Agetec
Entwickler:
Irem Software Engineering
Genre:
Action Adventure
Release:
9.11.2002
Plattformen:
PlayStation 2
Spieler:
1
Multiplayer:
Nein
Features:
Memory Card, Analog, Dual Shock
USK:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG

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