Drakan The Ancients Gate

Drakan The Ancients Gate - Wertungen, Meinungen und Reviews der Spieler

Durchschnittliche Bewertung

Anzahl der Leser-Meinungen

23




  03.12.2009

Tolles Spiel mit Atmosphäre

Ein Klassiker, eine gutaussehende Drachenreiterin, die teils fliegend auf dem sprechenden Drachen, teils zu Fuß viele Aufgaben erledigen muss, um die alten Drachen wiederzuerwecken, damit Sie wieder Ordnung und Gerechtigkeit in die durch mächtige Magier und ihre zahlreichen Schergen bedrohte Welt bringen.
Die Grafik ist für heutige Verhältnisse nicht mehr gut, aber das Spiel ist auch heute noch sehr spielenswert. es gibt viele Waffen, Magie und Bogen, ein Stufensystem (wie bei Rollenspielen).
Man kann auch mit einem Cheat gleich am Anfang zb. die Magie auf die höchste Stufe bringen, dann wirds leichter und spektakulärer. Aber man hat auch so nur wenig magische Energie, also ist auch so lange noch nicht ungesiegbar. Ein außergewöhnliches Spiel, viel besser als so manche modernere!

  28.07.2009

Eines der besten Rollenspiele der Welt.

Drakan-The Ancient Gates ist ein absolutes Meisterwerk!Sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll in jeder Hinsicht.Die Story ist unglaublich spannend und fesselnd erzählt und die Atmosphäre bleibt trotz der sehr langen Spiellänge immer dicht.Das Feeling ist mittelalterlich düster gehalten was den Charme von Rittern,Monstern und Geheimnissen aufleben lässt.Was ich jedoch unbedingt in Erwähnung ziehen muss ist der Schwierigkeitsgrad.Im Laufe des Spiels werden die Gegner wirklich sehr stark und Bosse werden zur übergrossen Herausforderung.Selbst ich, der seit 10 Jahren sehr schwere Spiele spielt (Final Fantasy 4 für Ds,Ninja Gaiden usw.)findet in Drakan eine ebenbürdige Herausforderung.

Fazit:Für jene die auf große Abenteuer im mittelalterlichen Stil stehen,Schätze in der riesengroßen Welt suchen wollen und sich den sehr schweren Bossen in der spannenden Geschichte messen wollen finden kein besseres Spiel.

  02.06.2009

Schönes Drachenreiter-Abenteuer mit Schwächen...

Ich möchte zuerst die positiven Aspekte nennen:
Drakan entführt den Spieler in eine wunderschön gestaltete Welt, in der es wirklich Spaß macht, auf Arokh's Rücken herumzufliegen und am Boden laufende Gegner mit Feuerbällen zu verbrutzeln. Die einzelnen Landstriche sind riesig und voller versteckter Höhlen und Schätze. Hier ein ganz klares Plus!
Es gibt in jedem Areal Haupt- und auch viele Nebenaufgaben zu erledigen und es ist gar nicht so leicht, diese ALLE zu finden und auszuführen. Was ich auch noch sehr positiv finde an diesem Spiel ist die komplett deutsche Sprachausgabe. In den meisten PS2-Spielen wurde auf diese ja verzichtet, man muss sich oft mit Untertiteln begnügen, was zwar nicht allzu schlimm ist, aber es ist doch ganz schön, einmal deutsche Texte zu hören.

Leider gibt es aber auch einige negative Punkte:
Rynn (und Arokh somit auch) hat nur ein minimales Durchhaltevermögen im Kampf. Soll heißen, es reichen schon zwei, maximal drei Treffer um zu sterben. Enorm lästig ist das bei schießenden Gegnern, denn diese sind äußerst treffsicher und man hat kaum eine Chance, nahe genug an sie heranzukommen, um ihnen mit dem Schwert eins überzubraten. Es gibt zwar Fernwaffen, aber wenn man aus weiter Entferung zielgenau schießen will (Zoom-Modus per Kreistaste), kann man Rynn nicht bewegen und somit nicht ausweichen...
Das alles führt dazu, dass man enorm viele Heiltränke braucht. Wäre ja nicht schlimm, allerdings hat man keine ruhige SEKUNDE Zeit, einen zu trinken. Wenn man das Inventar aufruft, wird das Spiel nicht pausiert! Besonders lästig, wenn man drei Gegnern gegenübersteht, die seelenruhig weiter auf Rynn einprügeln, während der Spieler in seinem Gepäck verzweifelt einen Heiltrank sucht...
Außerdem ist das Inventar ziemlich klein. Viele Waffen bringt man da nicht unter, besonders, wenn man mehrere Schlüsselitems gleichzeitig dabei haben muss.
Leider merkt man dem Spiel doch an, dass es schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat: Grafikfehler sind nicht rar. Auch Fehler in der Level- und Landschaftsgestaltung findet man genügend! Deshalb auch Abstand halten vor scheinbar winzigen Hügeln, wenn man mit Rynn zu Fuß unterwegs ist: Ein falscher Schritt, und sei die Bodenwelle noch so klein, kann unter Umständen den sofortigen Tod bedeuten!

Fazit: Wer Massenschlachten mit einem "A-God-am-I"-Hauptcharakter erwartet, der es locker mit mehreren Gegnern gleichzeitig aufnehmen kann, wird enttäuscht und sollte lieber zu "Drakengard" greifen... Wie gesagt, Rynn und Arokh haben nur äußerst wenig Gesundheit und die Gegner werden im Lauf des Spiels nicht leichter. Schade eigentlich, denn Aufgaben und Umwelt des Spiels sind wirklich gelungen. Drachen- und Adventurefans können ruhig einen Blick riskieren und zur Not dann eben mit Unverwundbarkeitscheat spielen (ein Segen!!)

  01.12.2006

Amazone und Drache gegen das Böse

Fantasyspiele sind ja grundsätzlich nicht verkehrt, spielen dann auch noch junge Damen eine Hauptrolle bin ich einem Antesten noch weniger abgeneigt, stimmen dann auch noch Präsentation und Spielumfang wird es so richtig interessant: „Drakan – The Ancient’s Gates“ vereint alle ebengenannten Punkte und war für mich demzufolge ein echter Geheimtipp, als ich Kenntnis von diesem Game für die Sony Playstation 2 nahm. „Geheimtipp“ deswegen, da ich mich des Gefühls nicht erwehren konnte, dass diesem Actionadventure von Beginn an (und auch in der Folgezeit) auffallend wenig Beachtung geschenkt wurde, wieso auch immer. Insofern ist es meines Erachtens auch gut möglich, dass viele von Euch von diesem PS2-Titel nichts gehört haben oder ihn unberechtigterweise unterschätzen: Fakt ist, dass es sich bei „Drakan“ um ein überdurchschnittlich gutes PS2-Game handelt. Dieses Actionadventure erschien meines Wissens nach im Jahr 2002 und kommt auch heute nicht derart angestaubt rüber, wie man es vielleicht vermuten könnte, gewisse (offensichtlich gewollte) Ähnlichkeiten mit Lara Croft lassen zumindest Tomb-Raider-Fans aufhorchen, schätze ich.


Üble Zeiten sind unlängst im Königreich Drakan angebrochen: finstere Dämonenwesen scheinen die Kontrolle über das gesamte Gebiet übernehmen zu wollen. Wohin man auch schaut, erblickt man fiese Kreaturen, welche aus verständlichen Gründen einen Großteil der Bevölkerung nachts nicht ruhig schlafen lassen und genügend Anlass für derbe Alpträume geben. Am Himmel sind drachenartige und offensichtlich auch äußerst aggressive Wesen zu erkennen, im nahegelegenen Sumpfgebiet treiben mutierte Kröten ihr Unwesen und hoch im Norden des Landes zelebriert ein finsterer Magier skurrile Totenbeschwörungen und erweckt ganze Armeen an Untoten. Bereits mehrere Königreiche fielen der Invasion jenes Gesocks an Dämonen zum Opfer, nun scheint die Zeit für Drakan reif zu sein. In jener schier ausweglos erscheinenden Situation erinnern sich die Menschen eines uralten Paktes zwischen Drachenwesen und Amazonen, der in fast schon vergessenen Tagen für Recht und Ordnung sorgte. Diese Zeiten sind längst passé, lediglich Kriegerin Rhynn und ihr Drache Arokh sind die letztverbliebenen Subjekte aus jener stolzen Epoche. Wenig überraschend handelt es sich bei diesen Beiden um unser (ungewöhnliches) Helden-Duo, natürlich liegt es jetzt an ihnen, die Katastrophe von Drakan abzuwenden, spätestens jetzt ist die Zeit zum Handeln gekommen.


Zahlreiche Missionen warten auf Rhynn und ihren Begleiter, in denen sie unter Beweis stellen können, aus welch heldenhaften Holz sie geschnitzt sind. Natürlich geht es dabei in erster Linie darum, fiese Subjekte auszulöschen, ob Goblins, mutierte Krötenwesen, Untote, bösartige Drachen oder auch Zauberer: entweder werden diese kampfunfähig gemacht oder schlichtweg eliminiert. Bei dieser starken Belastung, der sich unsere Heldin ausgesetzt sieht, ist es wenig verwunderlich, dass der Zustand ihres Waffeninventars wie überhaupt ihrer gesamten Ausrüstung leidet bzw. Schaden nimmt, sogenannte Strukturpunkte geben uns Aufschluss darüber, wie es um den momentanen Zustand des jeweiligen Ausrüstungsgegenstandes bestellt ist. Den hart verdienten Zaster, den wir für das Bewältigen der Missionen erhalten, investieren wir dementsprechend zügig in das Reparieren unserer stark in Mitleidenschaft gezogenen Ausrüstungsgegenstände, so dass wir innerhalb kürzester Zeit zu einem Stammgast beim Dorfschmied avancieren. Des Weiteren locken dort auch qualitativ hochwertigere Waffen und Rüstungen, so dass es sich nicht selten lohnt, gleich ein neues „Update“ zu kaufen anstatt die Goldstücke für Reparaturen auszugeben. Vorausgesetzt, Ihr verfügt über ausreichend Geld, versteht sich, denn billig sind Dolch, Bogen, Axt, Schwert, Kettenhemd etc. nicht gerade. Interessant ist, dass Ihr Eurer Heldin die jeweiligen neuen Waffen und Kleidungsstücke direkt anseht, in einem speziellen Menü dürft Ihr diese sogar vor einem eventuellen Kauf erst einmal anprobieren, bevor Ihr Euch endgültig entscheidet.


Sicherlich nicht ganz unwichtige Rollenspielelemente kommen ebenfalls zur Geltung, denn zu Beginn unseres Abenteuers kann unsere rothaarige (und wahrscheinlich nicht ganz unattraktive) Rhynn gar nicht oder nicht besonders gut mit manch einer Waffe umgehen, dies muss sie erst noch erlernen. Natürlich geht dies durch das erfolgreiche Absolvieren zahlreicher Kämpfe, in denen die wichtigen Erfahrungspunkte gewonnen werden und Ihr auf diese Art und Weise Euer Talent sowohl im Nahkampf als auch Fernkampf verbessern bzw. perfektionieren könnt. Dass Ihr zusätzlich magische Sprüche – Runenzauber - bei der Dorfzauberin käuflich erwerben könnt und auch diese durch oftmaligen Gebrauch weiterentwickeln könnt, ist sicherlich auch keine schlechte Sache und sollte eigentlich für zusätzliche Motivation sorgen. In der Folgezeit entwickelt Ihr auf diese Weise nicht nur aufsehenerregende Fähigkeiten mit Kurz-, Langbogen und mächtigem Zweihänder, sondern lasst (später) beeindruckende Elementarzauber vom Himmel regnen. Typisch für ein Fantasy-Abenteuer ist schließlich, dass Ihr Schneestürme, Feuerbälle, Flammenpfeile, mittlere Erdbeben und noch vieles mehr „hervorzaubert“, schnell sollten Euch jene Fertigkeiten in Fleisch und Blut übergehen.


Die Liebe zum Detail, welches die Entwickler dieses Spiels diesem Fantasy-Trip augenscheinlich angedeihen lassen wollten, zeigt sich unter anderem an so Kleinigkeiten wie bei den Besuchen im Magie-Shop: hier wird nicht nur ein einfaches Menü eingeblendet, sondern wir können durch den Laden wandern und auf Wunsch einen näheren Blick auf zahlreiche Bücher werfen. Natürlich steht dort der Kauf der wichtigen Runenzauber im Vordergrund und auch in diesem Punkt wird uns anschaulich aufgezeigt, welcher Zauber wie funktioniert, wie viel Mana-Punkte er bei Gebrauch kostet, welche Grundfertigkeiten Voraussetzung sind und natürlich auch was und vor allem wie hoch der angerichtete Schaden durch ihn ist. Ein weiteres gutes Beispiel im Hinblick auf die Detailverliebtheit ist der vorhin schon kurz erwähnte Rüstungsshop, in welchem wir genau betrachten können, wie unsere Heldin mit dem jeweiligen Rüstungsgegenstand aussehen würde. Für manch Einen von uns mag dies eher überflüssig sein, ein Anderer freut sich über die Tatsache, dass unsere Spielfigur nicht immer gleich aussieht. Schließlich wurde auch beim Schlendern durch die Straßen unserer Stadt auf zahlreiche Details geachtet, schon nach kurzer Zeit fühlt man sich dort richtig heimisch, zumindest erging es mir so. All diese Kleinigkeiten erleichtern in der Summe die Identifikation mit Hauptfigur und Story in einem meines Erachtens nicht gerade unerheblichen Maße und sorgen als Gegenpart zum ansonsten doch sehr hohen Actionanteil für erholsame Ruhephasen ohne jegliche Hektik.


Überhaupt ist die Benutzerführung ganz sicher keine Schwäche von „Drakan“. Die Menüs sind übersichtlich angeordnet, gut verständlich und die Ausführung der zahlreichen Manöver im Nahkampf und Fernkampf inklusive der magischen Zaubersprüche geht Euch leicht und ocker von der Hand. Dass Ihr regelmäßig mehrere Aufträge gleichzeitig erledigen könntet, sorgt grundsätzlich nicht für Verwirrung, denn auf einer speziellen Notizliste sind diese fein säuberlich aufgelistet und werden brav nach Erledigung abgehakt. Dass die Areale sehr weitläufig, ja im Grunde gewaltig groß sind, sollte im Grunde ein Pluspunkt dieses Spiels sein, ist es meiner bescheidenen Ansicht auch. Ein Nachteil erwächst daraus trotzdem, denn es passiert nicht selten, dass Ihr ewig umherlauft bzw. auf Eurem Drachen durch die Lüfte segelt, bis Ihr einen entsprechenden Zielort endlich gefunden habt. Zuweilen laufen (oder fliegen) wir doch relativ orientierungslos durch die Gegend. Der Vorteil dieses Spiels, nämlich dass es eben nicht streng-linear verläuft, sondern Ihr fast nach Belieben die einzelnen Missionen abklappern könnt, ist sehr zu begrüßen. Das ein oder andere frustrierende Spielerlebnis lässt sich aber auch nicht verleugnen, so zum Beispiel wenn Ihr (ahnungslos) viel zu früh eine Mission angeht, für die unsere Heldin und ihr Begleiter offensichtlich noch viel zu schwach sind. Nicht selten habt Ihr Euch „irgendwo“ verfranst und bekommt in den Kämpfen ordentlich einen auf den Deckel, wobei Euch ein rechtzeitiges Entkommen nicht immer gelingen dürfte. Schafft Ihr es doch, habt Ihr dann regelmäßig einen derartigen Schaden erleiden müssen, dass Ihr viel zu viel Geld in Reparaturen stecken müsstet, die außer Verhältnis zu dem Ertrag stehen würden. Hier ist ein Neustart zu empfehlen, schätze ich, sofern Ihr nicht ohnehin schon ausgelöscht wurdet.


Die Kämpfe an sich fallen nicht derart anspruchslos aus, wie es aufgrund der Masse eigentlich zu befürchten war. Dank unzähliger Mordinstrumente, sonstiger Utensilien und natürlich auch der Zaubersprüche werden diese in der Regel nicht so schnell langweilig, wenn sich auch vieles (naturgemäß) im Laufe der Zeit abnutzt. Das stete Aufleveln des Charakters inklusive des Entdeckens und Vervollkommnens neuer Fertigkeiten und das Ausprobieren neuer Waffen motiviert, gar keine Frage. In den Kämpfen selber, die in Echtzeit ablaufen, haben wir als Rhynn die Möglichkeit, zur Seite oder auch nach hinten auszuweichen, ein stupides Tastengehämmer auf dem Joypad ist somit zum Glück nicht der Fall. Zudem lässt sich ein Feind speziell anvisieren, um dann auf ihn einzuschlagen, was die Trefferquote natürlich erheblich steigert und das Handling auf angenehme Art und Weise vereinfacht. Natürlich wird durch die sehr große Anzahl an vorhandenen Kämpfen auch dies mit der Zeit etwas monoton, doch dafür locken immerhin stets die Erfahrungspunkte, welche gewonnen werden können. Zudem sorgen die teils ausgedehnten Flugpassagen auf dem Rücken unseres Drachens und nicht zu vergessen die Duelle in der Luft mit feindlichen Flügelwesen für willkommene Abwechslung, insofern will ich an dieser Stelle auch gar nicht allzu viel meckern.


Für Abwechslung sorgt jedenfalls das ungewöhnliche Heldenduo: Drache Arokh hat eine Vorliebe dafür, aus der Luft Dörfer des Feindes in Schutt und Asche zu legen oder auch Artverwandte in der Luft zu bekämpfen bzw. sich mit ihnen Luftgefechte zu liefern, des Weiteren transportiert er Rhynn nahezu überall hin. In den düsteren Dungeons oder Burgverliesen ist unsere Heldin dann allerdings auf sich allein gestellt, hier muss sie dann „ihre Frau stehen“, doch da sie außerordentlich tapfer und begabt zugleich und voller Tatendrang ist, macht Ihr dies vergleichsweise wenig aus, versteht sich. Wird die Situation zu brenzlig oder habt Ihr als Rhynn Eure Mission erfolgreich abgeschlossen, ruft Ihr Euren geflügelten Helfer einfach dabei und schon kurz darauf landet dieser brav neben Euch und steht nicht selten einer mehr oder weniger gepflegten Konversation aufgeschlossen gegenüber. Dann heißt es aber auch nichts wie weg und ab ins Heimatdorf, um Wunden zu heilen, die Aufrüstung zu reparieren oder neue Waffen, Rüstungsgegenstände und Runenzauber käuflich zu erwerben. Bei unseren Shopping-Touren in der Stadt wartet Drache Arokh übrigens brav auf dem Marktplatz und harrt unserer Anweisungen, welche in der Regel dann auch nicht lange auf sich warten lassen. Spielumfang, Actiongehalt, Spielverlauf und Identifikation mit Story und den Protagonisten stimmen somit, schätze ich. Das Ganze hört sich bis hierhin ganz interessant an? Ist es auch und das liegt nicht nur am motivierenden Spielverlauf, sondern zum Glück auch an der gelungenen Präsentation.


Es ist zwar im Hinblick auf Grafik und Soundkulisse „nicht alles Gold was glänzt“, doch im Großen und Ganzen bin ich in diesem Punkt absolut zufrieden, wobei die uns präsentierte Optik besser wegkommt als der mir insgesamt etwas zu unspektakuläre Sound. Hintergrundmelodien und Soundeffekte unterstützen die Spielatmosphäre zwar relativ gut, doch sind sie alles in allem zu abwechslungsarm, als dass sie jetzt über alle Maßen begeistern könnten. Dies liegt unter anderem an der deutschen Sprachausgabe: schön, dass es sie gibt, doch irgendwie konnte ich mit der Sprecherwahl nicht ganz warm werden, für mich bildete sie so etwas wie ein Fremdkörper. Nichtsdestotrotz ist es zu begrüßen, dass dieses Abenteuer wenig textlastig ist, sondern eine durchgehende Sprachausgabe aufweisen kann. Die Grafik im Fantasy-Stil bereitet mir hingegen kaum Kopfzerbrechen, die Fantasy-Atmosphäre kommt praktisch vom Start weg sehr gut rüber. Ein weiter Horizont erlaubt einen angenehmen Blick auf schöne Berglandschaften, saftig-grüne Wiesen- und Waldgebiete und glitzernde Seenplatten, in den Verliesen und Höhlengebieten geht es traditionell etwas enger zu und natürlich ist die Atmosphäre dort wesentlich düsterer. Schließlich wurden auch die Einkaufsbummel in unserer Heimatstadt gut in Szene gesetzt, generell schauen wir unserer Heldin dabei in der Third-Person-Perspektive von schräg hinten über die Schulter, Übersichtsprobleme sind dabei eher selten. Speziell „an der frischen Luft“ gefielen mir neben der Weitsicht die kräftigen Farben und die detailliert gezeichneten Hintergrundkulissen, in den düsteren Dungeons hingegen dominieren eher eintönige und qualitativ nicht besonders hochwertige Texturen. Mit der Größe der Figuren und größtenteils auch mit deren Animationen (wenn auch die ein oder andere Aktion manchmal etwas steif und hölzern wirkt) bin ich grundsätzlich zufrieden, das Hauptaugenmerk liegt dabei natürlich auf den Körper unserer Heldin, welcher erfreulicherweise wenig eckig oder kantig rüberkommt. Mit der Mimik unserer Protagonistin bin ich allerdings nicht ganz so zufrieden, denn diese ist mir viel zu starr, aus manch einer Perspektive sieht das Antlitz sogar eher unansehnlich aus, fand ich jedenfalls. Die schönen Spezialeffekte bei unseren Flügen auf dem Drachenrücken und insbesondere beim Auslösen der Zaubersprüche stimmen hingegen wiederum etwas versöhnlich.


Unter dem Strich bleibt ein klar zu empfehlendes Actionadventure in einem Fantasy-Gewand, welches einige Stärken und vergleichsweise wenig Schwächen aufweist: eine kräftige Farbgebung in Verbindung mit einer schönen Weitsicht, das Vorhandensein zahlreicher Rollenspielelemente, der spielerische Freiraum, die riesigen und sehr abwechslungsreich gestalteten Areale, die zahlreichen Missionen, das umfangreiche Waffen- und Rüstungsinventar sowie viele Runenzauber, eine benutzerfreundliche Menüführung, ein größtenteils ausgewogener Schwierigkeitsgrad und nicht zuletzt eine gelungene Präsentation sorgen für ein angenehmes Spielerlebnis. Penible Spielernaturen – so wie meine Wenigkeit – bemängeln den zu hohen Actionanteil im Vergleich mit den verschwindend geringen strategischen Elementen, das Fehlen eines Mehrspielermodus, die starre und nicht selten unwirkliche Mimik der Heldin sowie die Tatsache, dass manch eine der anwählbaren Mission „ohne Vorwarnung“ einfach viel zu früh kommt und Ihr Euch definitiv eine sehr blutige Nase abholen werdet. Aufgrund der Dominanz der positiven Aspekte fällt meine Spielspaßwertung entsprechend gut aus, 77% halte ich im vorliegenden Fall von „Drakan - The Ancient’s Gate“ für die Sony Playstation 2 für durchaus angebracht.


PLUS ---> Fantasy-Kulisse, schöne Landschaften, gelungene Animationen, durchweg deutsche Sprachausgabe, interessantes Helden-Duo, Rollenspiel-Elemente, riesig große Spielareale, großer spielerischer Freiraum, viele Missionen, motivierender Spielverlauf

MINUS ---> Sprecherauswahl nicht ganz gelungen, kein Mehrspielermodus, aufgrund der Komplexität und manch einer verfrüht knackig schweren Mission nichts für blutige Anfänger

  23.11.2006

Interessanter Nachfolger...

Ich muss sagen...die PC Version war klasse, hat super viel Spaß gemacht und die Musik...ich höre sie noch heute, weil sie wunderschön ist. Bei diesem Teil hier ist als allererstes mal die Grafik zu beachten...sie ist wundervoll und die Spielewelt ist riesengroß.
Auch das Gameplay, ist mir leichtgefallen und hat Spaß gemacht.
Jedoch gebe ich einen Minuspunkt. Ich finde dieses Spiel für Anfänger einfach zu schwer. Es sollte einen easy Modus geben, der Spielern erlaubt, nicht gleich bei dem 5 oder 6 Schlag zu sterben.
Ansonsten ist auch wieder das Fliegen auf Arokh, dem Drachen, ein spaßiges Erlebnis.
Also wer den ersten Teil gespielt hat und auch für Leute, die das nicht getan haben, kann ich dieses Spiel empfehlen.
Natürlich nur, wer sich dafür eine ganze 8mb Memory Card ansc'haffen möchte, der 2 minuspunkt. Dieses Spiel benötigt eine ganze 8mb Memorycard, ansonsten bekommt man nur 1 oder 2 Speicher voll. Wem das reicht...
Wie gesagt, wer sich die Minuspunkte durchgelesen hat und sie akzeptiert, hat viel Freude an dem Spiel.

Seite 1 von 5




Details zum Spiel

Hersteller:
Sony Computer Entertainment
Entwickler:
Sammy
Genre:
Action Adventure
Release:
1.7.2002
Plattformen:
Playstation 2
Spieler:
1
Multiplayer:
Nein
Features:
1.499 KB Memory Card, Analog, Dual Shock
USK:
Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG

Weitere hilfreiche Artikel